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Ratgeber · Hydraulischer Abgleich

VdZ-Formular Verfahren B — was in welches Feld gehört.

Das Bestätigungsformular des VdZ ist der Nachweis, den KfW und BAFA beim Heizungstausch sehen wollen. Hier die sieben Abschnitte in der Reihenfolge, in der sie sinnvoll entstehen — und wo die Zahlen dafür herkommen.

Pflicht bei KfW 458 Basis: raumweise Heizlast DIN EN 12831 Rechenservice für SHK-Betriebe
  1. 1 · Gebäude- und Anlagendaten

    Adresse, Baujahr, beheizte Fläche, Anzahl Wohneinheiten, Wärmeerzeuger (alt/neu), Art der Verteilung. Hier entscheidet sich schon, ob Verfahren B verpflichtend ist: Bei der Heizungsförderung (KfW 458) und bei Wärmepumpen ist es immer B.

  2. 2 · Heizlast des Gebäudes

    Gesamtheizlast nach DIN EN 12831 in kW bei Norm-Außentemperatur (Alzey/Rheinhessen: −10 °C bis −12 °C je nach Standort). Sie kommt aus der raumweisen Berechnung — nicht aus einer Hüllflächen-Schätzung oder dem alten Kessel.

  3. 3 · Auslegungstemperaturen

    Vorlauf-/Rücklauftemperatur, mit der die Anlage betrieben wird — bei Wärmepumpen im Bestand typischerweise 45–55 °C. Die Spreizung bestimmt später Volumenströme und Ventileinstellungen.

  4. 4 · Raumweise Heizlast und Heizflächen

    Je Raum: Heizlast in W, vorhandener Heizkörper (Typ, Maße), Leistung bei der gewählten Vorlauftemperatur, Massenstrom. Räume, in denen die Heizfläche nicht reicht, werden mit Tauschvorschlag gekennzeichnet — die häufigste Erkenntnis: zwei bis vier Heizkörper vergrößern, der Rest bleibt.

  5. 5 · Voreinstellwerte

    Je Heizkörper der Voreinstellwert des Thermostatventils bzw. des Rücklaufverschraubung, abhängig von Ventiltyp und Massenstrom. Bei Fußbodenheizung: Durchfluss je Heizkreis am Verteiler in l/min.

  6. 6 · Pumpe und Regelung

    Förderhöhe und Volumenstrom der Umwälzpumpe, Einstellung der Regelung (Heizkurve, Absenkung). Der Nachweis ist nur vollständig, wenn Pumpe und Ventile zusammenpassen.

  7. 7 · Bestätigung

    Datum, Fachunternehmen, Unterschrift. Das ausgefüllte Formular gehört zum Verwendungsnachweis der Förderung und ist beim Bauherrn zu hinterlegen. Die Berechnung selbst (raumweise Heizlast, Heizflächen) sollte als Anlage dabei sein.

Hinweis: Das Formular ändert sich gelegentlich mit den Förderrichtlinien. Maßgeblich ist immer die aktuelle Fassung des VdZ; die Abschnitte oben beschreiben den fachlichen Inhalt, nicht eine bestimmte Formularversion.

Für SHK-Betriebe in Rheinhessen

Sie bauen ein, ich rechne.

Wärmepumpen-Aufträge scheitern selten an der Technik, oft an der Zeit für die Rechnerei. Ich liefere Ihnen die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831, die Heizflächenprüfung bei Ihrer Vorlauftemperatur, die Voreinstellwerte je Ventil und das vorbereitete VdZ-Formular — meist innerhalb einer Woche nach Aufmaß oder Plänen. Dazu auf Wunsch die Bestätigung zum Antrag (BzA) für den Kunden.

Häufige Fragen zum VdZ-Formular.

Wo bekomme ich das VdZ-Formular für den hydraulischen Abgleich?

Die aktuellen Bestätigungsformulare für Verfahren A und B stellt der VdZ — Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e. V. — auf seiner Website kostenlos bereit (vdzev.de, Bereich hydraulischer Abgleich). Für KfW- und BAFA-Anträge zählt die jeweils aktuelle Version.

Was ist der Unterschied zwischen Verfahren A und Verfahren B?

Verfahren A arbeitet mit überschlägigen Heizlasten nach Gebäudetyp und Baujahr; Verfahren B verlangt die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die Prüfung der Heizflächen und die Auslegung der Vorlauftemperatur. Für die Heizungsförderung und für Wärmepumpen im Bestand ist Verfahren B vorgeschrieben.

Kann der Installateur das Formular allein ausfüllen?

Ja, wenn er die raumweise Heizlast selbst rechnet. In der Praxis fehlt dafür oft die Zeit — deshalb liefere ich SHK-Betrieben in Rheinhessen die komplette Berechnung mit Heizflächenprüfung und vorbereitetem Formular; der Betrieb prüft, stellt ein und unterschreibt.

Was kostet die Berechnung für Verfahren B?

Ein Festpreis nach Gebäudegröße — bei Ein- und Zweifamilienhäusern deutlich günstiger als eine überdimensionierte Wärmepumpe. Die Kosten sind bei der Heizungsförderung als Fachplanung förderfähig.

Muss der hydraulische Abgleich auch ohne Förderung gemacht werden?

Beim Einbau einer neuen Heizung verlangt das GEG den hydraulischen Abgleich als Teil der fachgerechten Installation; für die Förderung ist Verfahren B mit Nachweis Pflicht. Unabhängig davon: Ohne Abgleich läuft jede Wärmepumpe mit zu hoher Vorlauftemperatur — und das kostet jedes Jahr Strom.

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